Mieter Netzwerk Dortmund e.V.
- Mit Mietern gemeinsam gestalten -

Ratgeber Wohnungssuche 

Hier erstellen wir regelmäßig Ratgeber oder Tipps zum Thema Wohnungssuche in Dortmund und was man dabei Berücksichtigen sollte.

Wohnungssuche und Jobcenter 

Wohnungssuche und Jobcenter / Mieter Netzwerk Dortmund e.V.

Da stehen Sie, Ihre Wohnung weist erhebliche Mängel auf, Gesundheitliche Probleme machen sich bemerkbar, der Vermieter resigniert und ignoriert Sie gekonnt?!  Dann wissen Sie, wovon die Rede ist. Sie merken es reicht,wollen umziehen, leben aber derzeit von Leistungen nach SGBII (Hartz4)?!  Dann wird dies eine Bürokratietortour. Aber auch das lässt sich lösen, wichtig ist Ihre Eigeninitiative hierbei, wir unterstützen Sie gerne in Ihrem Anliegen,sprechen Sie uns an. 

Was ist zu tun? 

  • Dokumente & Nachweise

Zu allererste dokumentieren und sammeln Sie alle Mängel, versendeten Schreiben, im besten Fall per Mail, WhatsApp oder auch Schreiben Ihres Rechtsanwalts, sowie Fotos, welche die Problematik beweisen können, dies kann ungemein hilfreich sein. Sollten Sie Atteste vom Gesundheitsamt oder eines Arztes haben, so fügen Sie auch diese hinzu. Denn jedes Schreiben und jeder Nachweis, kann die Dringlichkeit beim Jobcenter beschleunigen. Wenn Sie alle Dokumente beisammen haben, so machen Sie hierzu einen Ordner oder Hefter um diese immer griffbereit zu haben. 

  • Ein neues Zuhause muss her

 Wie gehen Sie nun vor? 

Das neue Zuhause darf nur eine bestimmte qm2 Anzahl, sowie eine entsprechende Bruttokaltmiete (reine Kaltmiete inklusive Betriebskosten, Heiz und Stromkosten werden separat berechnet) haben

Wo können Sie suchen? 

  • Fragen Sie bei örtlichen Genossenschaften an

  • Schauen Sie in den Stadtanzeiger, dieser wird jeden Mittwoch und Samstag verteilt und ist kostenlos 

  • Schauen Sie bei Ebay Kleinanzeigen, Tageszeitungen, Immobilienscout, Immobilien24 und Co nach (*Werbung wegen Markennenung) 

  • Fragen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte, ob diese jemanden kennen, Vitamin B kann oft sehr hilfreich sein 


  • Endlich ein Mietangebot gefunden, was ist zu tun? 

Mit Ihrem Mietangebot, sowie allen Dokumenten, gehen Sie zu Ihrem zuständigen Jobcenter, dort legen Sie Ihr Mietangebot vor, sowie einen ausgefüllten Umzugsantrag, ohne Genehmigung des Jobcenter können Sie den Mietvertrag nicht unterzeichnen und bekommen im Falle nur die Kosten für die vorherige Wohnung gestattet, sollten Sie ohne Erlaubnis umziehen, des Weiteren stehen Ihnen keinerlei Kostenansprüche Darlehen zu, wenn der Umzug vom Jobcenter nicht abgesegnet wurde, hierüber bekommen Sie einen schriftlichen Bescheid, ob dieser Entscheidung stattgegeben wurde oder nicht. 

  • Zustimmung vom Jobcenter erhalten 

    Im Falle einer Dringlichkeit, bei z. B. austreten von Gas aus der Therme, oder anderen Gefahren, kann der Umzug direkt entschieden werden innerhalb von 48 Stunden,in Einzelfällen sogar innerhalb von 2 Stunden. Wenn Sie die Zustimmung erhalten haben, dürfen Sie den Mietvertrag beim Vermieter unterschreiben. Der Mietvertrag muss dann dem Jobcenter vorgelegt werden, damit die Kosten für die neue Unterkunft veranlasst werden können. Sollten Sie eine Kaution hinterlegen müssen, dann müssen Sie ein Darlehen auf Mietkaution beantragen, diesen bekommen Sie ebenfalls beim örtlichen Jobcenter. Wenn Sie diesen ausgefüllt haben, benötigt das Jobcenter von Ihnen die Nachweise Ihrer Kontoauszüge der letzten 3 Monate. Ca. 10% werden monatlich von Ihrer Regelleistung einbehalten für das Abzahlen der Kaution. 

    Des weiteren können Sie nun die Anträge einreichen für Strom und Heizkosten der neuen Wohnung, sowie für den Umzug und falls nötig Renovierungsarbeiten der alten und neuen Wohnung. 

    Wohnungssuche mit Hindernissen „Die Schufa schon wieder!“   

    Wie mietet Ihr eine Wohnung, wenn Ihr doch Negativeinträge bei der Schufa habt?

    Als Wohnungssuchende auf Wohnungssuche ist ein Albtraum für Betroffene. Ohne Job eine neue Wohnung zu finden ist noch mal extra schwer, denn Sie beziehen kein geregeltes Einkommen. Immobilienanbieter sortieren Arbeitslose meist schon vor dem Termin aus. Das Warten auf öffentlichen Wohnraum, kann sehr lange dauern den die Wartelisten sind sehr lang. Das warten auf den Wohnberechtungsschein (WBS), Umzugsgenehmigungen und Kostenübernahme des Amtes dauern oftmals Tage, Wochen oder sogar Monate. 

    Für Sozialleistungsempfänger ist die Wohnungssuche sehr aufwendig. Sie kostet sehr viel Zeit. Besonders schwierig gestaltet sich die Suche in Großstädten mit engem Wohnungsmarkt wie Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Köln oder Frankfurt. Verfügbare Objekte in Großstädten sind vielfach zu teuer. 

    Es existieren viele verschiedene Wege eine Wohnung zu finden. Sie können das Internet nutzen, Sie können das Telefon wählen oder Briefe und Emails an Vermieter senden. Moderne Suche funktioniert auch über soziale Medien, den klassischen Abrisszettel platzieren Sie im Supermarkt und es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. 

    Top-Angebote werden meist „unter der Hand“ weitergegeben. Sie müssen die Wohnung finden, bevor sie auf den Markt kommt! Sprechen Sie mit Ihren Freunden! Kennen Sie Handwerker, Hausmeister. Diese Personen erfahren als erste, wenn Wohnungen frei werden. Um die besten Angebote zu finden. 


    Aber ein Schufa-Eintrag macht grundsätzlich einen schlechten Eindruck. Dies hat nichts damit zu tun, ob Sie nun tatsächlich zuverlässig sind oder nicht. Folgend haben Wir einige Tricks und Kniffe für Sie zusammengefasst, sodass Sie trotzdem eine Wohnung finden können.

    Makler und auch professionelle Vermieter lassen sich grundsätzlich eine Schufa-Auskunft vorlegen. Erstmal in Form einer Mieterselbstauskunft. Bei Privat Vermietern kann dies schon mal im Hintergrund bleiben. Wenn Sie sich auf solche Angebote bewerben, müssen Sie mit dieser Frage rechnen… „Wie sieht es mit Ihrer Schufa aus?“ meist ist dann die Motivation gleich weg weiter zu gucken und nicht Aufzugeben. außer Sie lassen einen Dritten die Wohnung anmieten, dann wäre das Problem mit der Schufa weg. Das ist aber zum Beispiel keine Option wenn Sie Sozialleistungen erhalten, den die Ämter zahlen nicht für Dritte sondern wen nur für Sie, dies wäre auch nicht bei Ämtern oder Behörden erklärbar.  

    Eventuell hat Ihr aber einen Partner*in die keinen Schufa-Eintrag haben. Lassen Sie ihn als Mieter auftreten. Gleiches gilt auch für nahe Verwandte oder Familie. Die Auskunft eines der beiden Mieter bei gemeinschaftlich gemieteten Wohnungen ist meistens ausreichend, insbesondere wenn die Wohnung schnell vermietet werden soll (weil z.B. Anschlussmieter gesucht werden). 

    Falls die Schufa doch gewünscht wird, hier einige Varianten und Tipps:  

    • Ein Bürge für Sie kann ebenfalls helfen. Thematisieren Sie dann gegenüber dem
    • Vermieter das Problem offen und bringen Sie einen Bonitätsstarken Bürgen mit ins Spiel.
    • Konzentrieren Sie sich aber trotzdem besser auf Angebote von Privatvermietern. Den oft müssen Sie die Schufa bei privaten Vermietern nicht vorlegen.
    • Konzentrieren Sie sich auf Angebote von Privatvermietern aus Wochenblättern oder Tageszeitungen
    • Konzentrieren Sie sich auf Immobilien, die schon lange auf dem Markt sind
      Bei der Wohnung gibt’s Probleme: Entweder ist der Preis zu hoch, oder die Wohnung hat einen anderen „Knacks“. Der Anbieter wird Ihnen hier eher zuhören.
    • Sie glänzen mit einem guten Auftreten gewinnen deren Sympathie und erhalten dann die Chance, den Eintrag zu erklären.
    • Der Trick mit der Gier des Vermieters: Bieten Sie eine höhere Kaltmiete als Risikozuschlag an. Einige Vermieter sind gierig. Wenn sie Ihnen eine höhere Kaltmiete anbieten, „Risikozuschlag“ können Sie sie an ihrer Gier ködern.
    • Ihr Bürge sollte ein festes Einkommen nachweisen und keine Negativeinträge bei der Schufa haben. Idealerweise handelt es sich um eine Person aus Ihrem nahen Umfeld – Familie, etc.
    • Sie steigern Ihre Chancen auch, wenn Sie zu Ferienzeiten auf Inserate von Privatvermietern antworten. Hier ist die Nachfrage nach Wohnungen etwas schwächer. Der Vermieter könnte nervös sein, weil er Leerstand und somit Mietausfall befürchtet und Sie „durchwinken“ ohne nach der Schufa zu fragen.
    • Der Trick mit der Motivation: Nicht aufgeben!
      Sie müssen größere Anstrengungen bei der Wohnungssuche erbringen, aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Wer sucht, der findet.
    • Sprechen Sie mit den Vermietern. Durch Kommunikation erhalten Sie wichtige Infos, die Ihnen weiterhelfen.


       Tipps für die Wohnungssuche:

    • Anzeigen in Tageszeitungen und Wochenblättern sind für Sie besonders wichtig. Durch die geringere Verbreitung melden sich hier weniger Interessenten, als auf Immobilienportalen. Ihre Chancen werden größer. Hier bekommen Sie als Arbeitsloser eher eine Chance eine Wohnung zu ergattern, als wenn Sie sich auf Mietobjekte in Immobilienscout24 bewerben, bei denen 150 Anfragen beim Vermieter eingehen.
    • Keine von Immobilienmaklern inserierten Wohnungen anfragen Makler sortieren Arbeitssuchende nahezu kategorisch aus. Sparen Sie sich diese Zeit. Vermittler werden vom Auftraggeber dafür bezahlt, dass sie nach Mietern suchen, die in festen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind. Konzentrieren Sie sich deshalb auf Angebote von Privatvermietern.
    • Nutzen Sie das Telefon Das Telefon ist Ihr Freund, wenn Sie damit umgehen können. Jeder Anruf spart Ihnen Zeit und liefert sofort verwendbares Feedback. Achten Sie unter anderem auf einen roten Faden im Gespräch und ein geräuschloses Umfeld.
    • Nutzen Sie Ihr persönliches Netzwerk Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über Ihre Umzugspläne. Haben Sie bspw. 10 Freunde, und jeder von diesen hat wieder 10 Freunde, haben Sie plötzlich 100 Immobilien in ihrem direkten Suchradius. Streuen Sie in Ihrem Freundeskreis, Bekanntenkreis die Information, dass Sie eine Wohnung suchen. Wenn Ihre Freunde oder Bekannten umziehen, wird diese Wohnung frei. Der Vermieter hat mit Ihren Bekannten lange zusammengearbeitet. Wenn diese regelmäßig Miete bezahlt und sich als Mieter gut geführt haben, konnten sie sich dadurch sein Vertrauen erwerben. Ihre Chance auf die Wohnung steigt, wenn Sie von diesen Personen als Nachmieter empfohlen werden. Sie profitieren also vom guten Ruf Ihrer Bekannten und der Vormieter.
    • Bleiben Sie am Ball Lassen Sie sich von einem „Nein“ keinesfalls entmutigen. Da draußen warten hunderte Angebote auf Sie. Je größer die Stadt, umso mehr Immobilien existieren. Sie werden erkennen, wie sich ihre Kommunikationsfähigkeit mit jedem neuen Anlauf verbessert. Fragen von Vermietern überraschen Sie nicht mehr, Sie werden lockerer. Es ist wie ein Muskel, den Sie im Fitnessstudio trainieren. Je länger und besser Sie an sich arbeiten, umso besser werden ihre Ergebnisse. (MK)

    Für weitere Fragen bitte gerne an unsere Ansprechpartner wenden.

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